Der Stadtteil begrüßt seine Besucher farbenfroh: Wer aus der Nordstadt über die Schulenburger Landstraße nach Hainholz kommt, fährt an zwei bunten Keramikskulpturen am Hochbahnsteig Hainhölzer Markt vorbei. Entworfen und geschaffen hat sie der Künstler Siegfried Neuenhausen, der in den vergangenen zehn Jahren das Stadtbild von Hainholz mit drei Kunstwerken kreativ erobert und geprägt hat. Kunst und Hainholz sind eng mit dem Namen Neuenhausen verknüpft. Der Geschichte und den Hintergründen seiner Kunstprojekte im Stadtteil hat dieser sogar ein Buch gewidmet: „Skulpturen für Hainholz“.

Dabei geht es dem ehemaligen Braunschweiger Kunstprofessor, der sein Atelier in der hemaligen Kornbrennerei an der Bertramstraße eingerichtet hat, auch immer um das soziale Miteinander bei jedem Kunstprojekt hat er die Hainhölzer Bürger miteinbezogen: Er arbeitete bei allen drei Projekten mit ihnen zusammen. Wo die Kunst im Sanierungsgebiet bleibt, hat sich Neuenhausen in zehnjähriger Arbeit selbst beantwortet. Sie prägt heute ein Stück weit auch die Identität von Hainholz. Wenn sich junge Leute in Hainholz treffen – und Hainholz ist ein ganz besonders junger Stadtteil –, dann treffen sie sich ,an der Stele‘– gemeint ist Kunstwerk Nummer 3 an der Fenskestraße.

Lebensart hainholz kultur stele

Aber natürlich lebt der Stadtteil auch außerhalb der Künstlerwelt. Aus dem Hainhölzer Bad wurde schon vor Jahren das Naturbad – für ganz natürliche Badefreuden. Und im Zuge des Programms „Soziale Stadt – Hainholz“ wurde die ehemalige Alice-Salomon-Schule zum Kulturhaus Hainholz umgebaut. Ein etablierter Bildungsträger und eine Kultureinrichtung sind in das renovierte Haus gezogen: die Ada- und Theodor-Lessing Volkshochschule mit der Tages- und Abendrealschule und der Kulturtreff Hainholz. Das Gebäude ist so zum zentralen Anlaufpunkt für alle Altersgruppen im Stadtteil geworden. Der Verein für Volkssport hat unlängst ordentliche Zuschüsse für Modernisierung und Ausbau der Sportfelder erhalten. Und die Bildungsoffensive Hainholz schließlich unterstützt die baulichen Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensbedingungen im Stadtteil und trägt maßgeblich zur Stärkung von Infrastruktur für Bildung, Qualifizierung, Berufsvorbereitung und Integration bei. Alles in allem also eine runde Sache.